Biographie
Erste Schritte
Ihre Lebensreise, die in Varto, Muş, begann, führte sie 1986/87 nach Istanbul. Ihre tiefe Leidenschaft für Musik wurde an der Arif-Sağ-Musikschule durch Solfège, Bağlama (ein türkisches Saiteninstrument) und Repertoireunterricht auf ein akademisches Niveau gebracht. Schon früh von ihren Lehrern entdeckt, veröffentlichte Nilüfer Akbal ihr erstes Album, begleitet von namhaften Musikern wie Hasret Gültekin, Abuzer Karakoç und Mustafa Karaçeper. "Ich habe eine Petition eingereicht."Er präsentierte es seinem Publikum im Jahr 1987.
Eine Stimme jenseits der Grenzen
Nach ihrer Ausbildung bei Paula Groana konzentrierte sie sich am Rheinischen Musikkonservatorium in Köln auf Gesang und Oper. Ihre musikalische Laufbahn gipfelte 1998 in der Produktion eines Pop-Jazz-Experiments in Frankreich in Zusammenarbeit mit Jean Michel Kanner. ""Revîngî"" Mit diesem Album beginnt für ihn eine neue Phase. Der Künstler, der kurdische Musik erfolgreich auf internationalen Festivals repräsentiert, gibt Konzerte mit einem Chor in der Berliner Passionskirche. Die darauffolgende vierjährige Pause wird zu einem musikalischen und inneren Rückzugsort.
Rückkehr zur Muttersprache und zum musikalischen Engagement
Vor der Veröffentlichung ihres Albums "Ich bin eine Frau" im Jahr 1992 nahm sie Gesangsunterricht bei Timur Selçuk und Begüm Erdem und unterbrach ihr Musikstudium kurzzeitig, um für die Zeitschrift "Frauenbefreiung" zu arbeiten. In dieser Zeit, in der ihr Bewusstsein für Frauenthemen erwachte, festigte sich auch ihre Verbundenheit zu ihrer Muttersprache. Ermutigt von ihrer engen Freundin Hasret Gültekin, die sie "Zaza" nannte, festigte sich ihr Entschluss, Musik in Zazaca zu machen. Nach Aufhebung des Verbots kurdischer Musik vervollständigte sie die fehlenden Gesangsparts auf den Alben "Newroz I" und „Newroz II“, die unter der Leitung von Hasret Gültekin produziert wurden. Nach gemeinsamen Projekten mit namhaften Künstlern wie Ahmet Kaya veröffentlichte sie 1995 das Album „Newroz I“, produziert unter der Leitung von Kadir Karakoç, das ein breites Publikum erreichte. ""Mîro"" Er veröffentlicht sein Album.
Verluste, Asche und Raye
Das Leben bringt ihr in dieser Zeit der Suche großen Kummer; sie verliert ihre Mutter Sisi und ihren musikalischen Weggefährten Kadir Karakoç. Nilüfer Akbal setzt ihre Reise fort und trägt ihre Seelen und Erinnerungen in sich. Durch Ciwan Haco begegnet sie Ayhan Evci, der ihre Werke arrangiert, in denen Jazz-, Pop- und Funkklänge auf östliche Instrumente treffen, begleitet von weltbekannten Musikern. ""Raye"" Sie veröffentlichte das Album im Jahr 2002. Dieses Werk, das vom Berliner Radiosender Multi Kulti zum Album der Woche gekürt wurde, führte zur endgültigen Rückkehr der Künstlerin aus Europa, wo sie lange gelebt hatte, in die Türkei. Mit dem nachfolgenden Album "Şewa" im Jahr 2005 ließ sie sich endgültig in Istanbul nieder.
Weisheit des Ostens und alte Melodien
Seine Reisen in die irakische Kurdenregion seit 2007 eröffneten ein völlig neues Kapitel in der musikalischen Welt des Künstlers. Er begegnete dem Vermächtnis lebender Legenden wie Mezher Xalîqî und Hüseyin Şerîfî sowie dem Erbe von Veteranen wie Hasan Zîrek, Ali Merdan und Tahsin Taha. In alten orientalischen Städten wie Sulaimaniyya, Hewlêr, Duhok und Sine entdeckte er eine völlig neue und tiefgreifende Bedeutung des Begriffs "Orient". Aus dieser Erkenntnis heraus verschmolz er sein Werk mit der Kultur des Nahen Ostens und des Irans. ""Herîrê"" Das Album ist geboren. Im Laufe ihrer künstlerischen Karriere hat sie Elegien in Filmklassikern wie Mem û Zîn, Yol und Mülteci gesungen und Musik für Dokumentarfilme des Fernsehsenders ARTE komponiert.
Klassisches Kurdisch und Respekt vor der Tradition
Die profunden Einblicke des Künstlers in die Städte des Ostens und des Nahen Ostens führten 2013 zu einem der reifsten und unverwechselbarsten Werke seiner musikalischen Karriere. ""Klassisches Kurdisch"" So entstand das Album „Kurdische Klassiker“. Getreu dem jahrhundertealten mündlichen und schriftlichen Erbe kurdischer Musik und den tief verwurzelten Werken der traditionellen Dengbêj-Kultur schuf dieses Album eine unauflösliche Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft. Jedes Werk wurde mit modernen und zugleich feinsinnigen Klängen neu interpretiert, wobei Ursprung und Geist respektiert wurden.
Mit diesem bleibenden Werk beweist Nilüfer Akbal am deutlichsten ihre Identität als Hüterin des kulturellen Gedächtnisses, Forscherin und Interpretin und festigt damit ihren Platz im Bereich der Universalkunst.